Los geht’s

Rottweil Bahnhof – Stuttgart Flughafen mit Zwischenstopp in Düsseldorf –  Keflavik, Island. 

Wir nähern uns Island. Von oben ist die Insel wegen Nebel nicht zu sehen, der Pilot sieht zwar auch nichts, weiß aber, wie man den A320 heil runterbekommt. Flughafen in Reykjavik. Eine etwas unruhige Landung. Stürmischer Regen begrüßt uns. War wohl eine gute Idee, das Motorrad daheim zu lassen (ein bisschen Motorrad ist trotzdem dabei, das Navigerät, welches in Norwegen zunächst versagt hat, bekommt eine neue Chance). Ein paar Formulare am Mietwagenschalter unterschrieben und der bestellte Hyundai i10 wird unser Begleiter. Ein putziges Wägelchen, Kategorie “A”‘ so ne Art Bobbycar mit Dach. Sah daheim im Internet irgendwie größer aus ;-) Hatte auch mehr Dellen und Kratzer, als auf dem Übernahmeprotokoll notiert. Also fotografiert und nochmal rein an den Schalter und das Papier ergänzt. Uhrenvergleich -2 Stunden. Jetzt kann’s losgehen. Durch eine triste Landschaft, fahren wir bei Regen und heftigem Wind vorbei an  Reykjavik nach Mosfellbear zu unserer ersten Unterkunft.  Sieht aus der Ferne ganz gut aus.

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Golden Circle

Lecker gefrühstückt, kann jetzt kann die Erkundung von Island beginnen. Es ist der Golden Circle geplant. Eine etwa 300 km lange Rundfahrt, die ein “Must See” für jeden Island Besucher ist. Durch karge Landschaften und über endlos scheinende gerade Straßen erreichen wir Pingvellir. Hier wird das Auseinanderdriften der europäischen und amerikanischen Kontinentalplatten in Form von riesigen Felsspalten sichtbar.

Ein interessanter Ort, dem die Isländer sehr viel Bedeutung zumessen. Hier wurden vor etwa 1000 Jahren die ersten Gerichte und gesetzgebenden Parlamente abgehalten und z.B. am 17.Juni 1944 die Republik Island ausgerufen.

Weiter geht’s zum Gullfoss.

Der Strokkur Geysir über 100 Grad heiß, geht so alle 8-10 min die Post ab.

Heftig übelriechende Geysire und Tümpel findet man auch hin und wieder am Straßenrand.

 

Es brodelt wie in einer Hexenküche sagt Gabi -und sie kennt sich aus ;-)

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Auf den Spuren von Jules Verne

“Eine Reise zum Mittelpunkt der Erde” ist es nicht geworden, aber abenteuerlich war es dennoch. Unser Tagesausflug zum Snaefellsnes Nationalpark. Gestartet sind wir bei stürmischem Regen in Richtung Norden. Der Wind war teilweise so heftig, dass sogar die Möwen ihren Flugbetrieb eingestellt haben. Ich habe langsam den Eindruck, die Kurven sind alle auf dem europäischen Festland verbaut. Wieder geht es über endlos scheinende gerade Strassen weiter, die gesäumt von bemoosten weiten Lavafeldern dem Auge nicht wirklich viel Abwechslung bieten. Dazu tief hängende Wolken und teilweise Nebel. Das muss besser werden, sonst fällt uns noch der Himmel auf den Kopf. Endlich Abwechslung ein untertunnelter Fjord. Immer tiefer geht es unter die Erde, glücklicherweise sind wir nach 6km auch wieder oben. Im Bereich Snaefellsnes wird das Wetter besser, sogar die Sonne zeigt sich. Wir machen einen Stopp und vertreten uns die Beine.

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In der Ferne sehen wir ein Sträßchen und ein Schild mit der Nummer 570. Sieht aus, als wär es eine Verbindung direkt über den Berg. Abenteuerlust packt mich und ich will die Straße ausprobieren. Gabi meinte wir sollten das lassen, wollte aber dann doch nicht alleine zurückbleiben.
Also los, Schotterstraßen sind in Island schließlich nichts ungewöhnliches und hier war kein 4×4 vorgeschrieben. Zu Beginn war auch alles ganz easy.

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Auf etwa 700m tauchten dann im Nebel abwechselnd Mondlandschaften, Kies- und Sandgruben auf. Kein Problem für unser Wägelchen.

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Das ist wirklich eine offizielle Straße! Nach diesem Off-Road Ausflug ging’s direkt wieder zurück nach Mosfellsbear. Ach ja, schon mal was von einem Island Tief im Wetterbericht gehört? Wir wissen jetzt wo es gemacht wird und besonders wie es aussieht. Total k.o. lässt mir Gabi keine Ruhe, Sie will nach Reykjavik zum Culture Day. Das ist so etwas wie ein großes Stadtfest. Viele Isländer von der ganzen Insel kommen hier zusammen und machen richtig Party. Wir staunten, welche Stimmung bei gefühlten 5 Grad und Nieselregen aufkommen kann. Uns war es für Open Air zu kalt und haben uns in einem Pub bei eine coolen Band aufgewärmt.

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Der Höhepunkt des Abends war ein gigantisches viertelstündiges Feuerwerk über dem Hafen.
Wir haben es aus dem Auto heraus angeschaut weil………. deshalb gibts auch kein Bild.

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Eyjafjallajökull

Wir haben ihn besucht, den Vulkan mit dem schönen Namen.
Leider in den Wolken verhüllt. Immerhin hat Gabi jetzt ein Steinchen von ihm.

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An der Ringstraße, am Fuß des Berges haben wir im Eyjafjallajökull-Haus einen beeindruckenden Film über den Ausbruch im April 2010 angeschaut. Wer einmal hierher kommt, sollte sich das nicht entgehen lassen.
Weiter ging’s zum südlichsten Punkt der Insel, nach Vik. Auf der Strecke wechseln Sonne und Regen im Minutentakt, so extrem haben wir das noch nie gesehen. Die Landschaft tut’s dem Wetter gleich.

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Ab in den Süden

Nach drei Nächten verlassen wir Mosfellsbaer. Ringstraße 1 Richtung Süden. Ideale Kleidung heute: Dichte Schafwolle.

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Wir lassen es etwas gemütlicher angehen.

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Wasserfälle gibt es natürlich auch.
Der Seljalandsfoss

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Der Skogafoss

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Ein Museumsdorf

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Jökulsárlón

Jökulsárlón. Wer diesen Namen googelt findet fantastische Bilder über diese Gletscherlagune. Davon wollten wir uns selbst überzeugen und sind weiter Richtung Osten gereist.

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Wir waren auch auf dem Wasser, allerdings mit diesem Ungetüm.

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Ein Highlight, zu dem natürlich auch das perfekte Wetter beigetragen hat. Nun steht nur noch die Weiterfahrt zum Hotel auf dem Plan. Wir haben wieder online gebucht und sind gespannt, was uns in etwa 100 km erwartet. Zunächst fahren wir wieder endlos lange gerade Straßen, bis dann bei den Fjorden etwas Abwechslung aufkommt. Ich weiß, das mit den Straßen hab ich schon mal geschrieben, aber im Vergleich zu dieser Ringstraße ist unsere A81 eine Achterbahn. Trotzdem findet sich immer wieder mal etwas.

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Das Hotel in Djupivogur war schnell gefunden.

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Eigentlich war jetzt nur noch Abendessen und relaxen angesagt. Aber da war ja noch etwas, genau unser erster richtiger Schönwetter-Tag mit voraussichtlich klarer Nacht. Da gibt es bestimmt Polarlichter. Ich hab um 22.00 Uhr meine Kamera geschnappt und bin nochmal weggefahren. Gabi konnte der Anziehungskraft vom warmen Bett nicht wiederstehen.Verständlich, es war saukalt, aber:

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Gravel Roads

Der Tag der Gravel Roads. Islands Schotterpisten haben wir heute ausgiebig getestet. Viele dieser Straßen haben für unser Empfinden Baustellencharakter, sind aber hier Hauptverbindungsstraßen mit einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h. Wir haben relativ schnell herausgefunden, dass man nur oberhalb 70 km/h einigermaßen erträglich unterwegs ist. Trotzdem war es den ganzen Tag ein Gefühl, wie auf einer Rüttelplatte sitzend.

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Viele Sehenswürdigkeiten sind leider nur über diese Straßen zu erreichen. Das änfängliche Mitleid mit unserem Wägelchen ist inzwischen Pragmatismus gewichen. Oder auf schwäbisch, s’isch halt so.

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Die nächsten Aufnahmen sind unter extremster Belastung unseres Geruchssinns entstanden. Hier stinkt’s zum Himmel. Schwefelwasserstoff riecht wie faule Eier, und hier hat es richtig viel davon. In Verbindung mit  Regen bildet sich dann Schwefelsäure und die tötet nahezu jegliche Vegetation ab.

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Zum Verschnaufen gab es dann den Godafoss
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Moby Dick

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Nachdem die letzten Tage ziemlich anstrengend waren wollten wir das Tempo mal etwas zurücknehmen. Da kam in Husavik das Whale-Watching Angebot genau richtig. Die ruhige See hat ebenfalls dazu eingeladen. Also Tickets gekauft und rauf auf’s Schiff. Ich war ja skeptisch, weshalb sollten die Wale gerade auf uns warten? Naja, in den vorgesehenen 3 Stunden wird sich schon etwas tun. Eingepackt in super warme Overalls fuhren wir dann aus dem Hafen.
Und tatsächlich…

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…wir haben mehrere dieser riesigen Tiere zu Gesicht bekommen. Sie kamen kurz mit dem Rücken aus dem Wasser, haben geatmet und sind dann mit einem eleganten Flossenschlag wieder abgetaucht.
Zum Fotografieren etwas schwierig. Bis man erfasst hat, wo ein Tier auftaucht und die Kamera in der richtigen Position hat, taucht der Kamerad schon wieder ab. Vielleicht bin ich auch zu langsam. Unser heutiges Quartier liegt in Akureyri  an der Nordküste.  Was jetzt kommt ist auch spannend. Nach Polarlicht und Walen bekommen wir vielleicht  noch einen Blizzard zu sehen. Diese Wetterprognose gibt’s an den Hotels und Touristinfo’s mehrsprachig. Scheint ernst zu sein.

 

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Ruhetag

Wir haben die Anregung angenommen und einfach mal nichts getan. In Akureyri gibt es zwar nicht viel Sehenswertes, dafür haben wir ein schönes und großes Zimmer. Hier lässt es sich aushalten.

 

 

 

 

 

 

 

 

Original isländisch Einkehren mit traditionellen Gerichten.

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Er hatte recht…

…der Wetterbericht. Wir haben zwar auf Meereshöhe nicht allzuviel mitbekommen, aber in den Bergen ging die Post ab. Unsere heutige Route führte uns auf der 1 durch die Berge nach Reykjavik zurück. Zum Teil waren noch Schneereste auf der Straße zu finden, die bei 2 Grad Wärme und stürmischem Wind nicht so richtig weichen wollten. Langsamfahren war angesagt.

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Die haben sich überhaupt nicht gewehrt.

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Reykjavik

Der heutige Tag fiel unter das Thema Städtereisen. In die nördlichste Hauptstadt der Welt kommt man schließlich nicht so oft. Ein Highlight war der Besuch der Harpa, Reykjaviks Konzerthaus.

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Ebenso die Hallgrímskirkja, welche über der Stadt thront und prima als Orientierungshilfe dient.

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Weiterhin besuchten wir eine Fotoausstellung und sahen uns im Volcano Haus einen weiteren Film über die Isländer und ihr Leben mit den Vulkanen an. Uns machte immer wieder ein anderes Naturschauspiel zu schaffen.

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Deshalb gibt es von der Perlan, dem riesigen Warmwasserspeicher über der Stadt kein eigenes Bild. Ich hab’ mir eins aus dem Internet ausgeliehen.

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In diesem Gebäude gibt’s außer dem Heißwasser für die ganze Stadt auch noch “echte” Wikinger.

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Kuriose Dinge gibt es natürlich auch, wie der Hot Dog, der es zu internationalem Ruhm brachte und wohl, in den meisten Reiseführern und auch im Internet unter “Bæjarins beztu pylsur” zu finden ist.
Natürlich mussten wir auch testen.

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Wir haben uns gegenüber untergestellt und die “Wurscht” verspeist. War ganz lecker, aber so toll, dass es die die ganze Welt wissen müsste, war sie auch nicht.

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Ohne Plan

Diesmal übernachteten wir in einer Jugendstil Villa. Es ist immer wieder Interessant, auf welche Menschen man im Frühstücksraum trifft. Hier ging’s International zu. Ein junges japanisches Pärchen, welches zu Fuß unterwegs war und diesmal das Zelt gegen ein warmes Bett getauscht hat, eine Frau aus Mauritius und ein Ehepaar aus Alaska. Er ist 88 Jahre und sie 82 Jahre alt. Der Senior hatte im 2. Weltkrieg in Nordafrika mit Mussolinis Truppen an der Seite von Hitler gegen die Engländer gekämpft. Es entwickelte sich ein interessantes Gespräch und wir verließen unseren Übernachtungsort viel später als die letzten Tage. War aber kein Problem, denn unser einziges Vorhaben war, bei der Blauen Lagune vorbeizuschauen. Planschen wollten wir nicht, denn als einladendes Badewetter konnte man 5 Grad, Starkregen und Sturm nicht unbedingt bezeichnen. Imposant waren die Wellen auf dem Atlantik, die immer wieder mit mächtigem Getöse gegen die Klippen rauschten. Hin und wieder setzte auch der Regen kurz aus, sodass man etwas sehen konnte.

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Riesige Geothermalanlagen machen die Erdwärme nutzbar. Hier war zu lesen, dass die Temperatur in 2000m Tiefe etwa 300 Grad beträgt. Mit Wasserdampf werden Turbinen zur Stromerzeugung angetrieben und die Restwärme ins Fernwärmenetz eigespeist. Absolut ökologisch, nahezu alle Haushalte auf dieser Insel sind mit Erdwärme versorgt. Trotzdem stinkt’s.
Diese Kraftwerke liegen alle an der Grenze der Nordamerikanischen und Eurasischen Kontinentalplatten. Hier ist die größte vulkanische Aktivität und hier hat es auch die meisten Geysire.

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Heim geht’s

Das Flughafengebäude in Keflavik.

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